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Aussaatanleitung

Aussaatanleitung für Staudensamen

A Kaltkeimer: Am besten im Herbst aussäen, wenn am Tag noch Temperaturen um 15-20°C herrschen. Im Freien lassen, oder ins kalte Gewächshaus stellen, damit im Winter der Frost einwirken kann; Schneebedeckung ist von Vorteil. Darauf achten dass die Saat nie ganz austrocknet. Im Frühjahr (März/April) sollte es dann zur Keimung kommen. Bei vielen Sorten führt eine Behandlung mit dem Pflanzenhormon Gibberellinsäure (GA3) zum Keimerfolg. Eine Kältebehandlung ist dann nicht mehr nötig. Gibberellinsäure ist zuweilen auch für Privatkunden im Fachhandel erhältlich. Anwendung: 1%ige Lösung, d.h. 1g/l H2O
B Keimt, wenn im Frühjahr ausgesät unregelmäßig, oft über viele Wochen verteilt. Tiefere Temperaturen (um 5-10°C) sind von Vorteil. Zur Not für 2-4 Wochen in den Kühlschrank stellen (z.B. in Gefrierbeutel mit etwas feuchter Erde oder Sand), und dann wieder ins Freie. 
Empfohlener Aussaatzeitpunkt: Februar bis April.
C Wie B, aber meist raschere Keimung. Kühle Temperaturen bringen bessere Keimergebnisse, sind aber nicht zwingend nötig. Empfohlener Aussaatzeitpunkt: März bis Anfang Mai.
D Keimung unproblematisch. Aussaat vom zeitigen Frühjahr bis in den Sommer. Leicht (höchstens samendick) mit feiner Erde übersieben, andrücken, konstant feucht halten. Keimung meist innerhalb von 1-3 Wochen nach Aussaat.
E Dunkelkeimer: Mindestens in 2-facher Samenstärke mit Erde bedecken
F Sehr feines Saatgut, das leicht verschwemmt werden kann. Mit Zerstäuber gießen. Nur andrücken, nicht mit Erde bedecken.
G Lichtkeimer: Samen leicht andrücken, nicht mit Erde bedecken.
H Sehr unregelmäßige und langwierige Keimung. Die Samen liegen bis zur Keimung mindestens ein Jahr. In feuchten Sand einbetten (stratifizieren), an absonniger Stelle im Freien aufstellen. Im Frühjahr öfters kontrollieren, ob die Keimung erfolgt ist.
I Hartschaliges Saatgut. Es wird empfohlen, dieses Saatgut einer Wärmebehandlung zu unterziehen: Erhitzen Sie Wasser bis zum Kochen, lassen Sie es 5 Minuten abkühlen, und gießen das dann etwa 90° warme Wasser über die Samen. Anschließend die Saat über Nacht quellen lassen. Dann nach Anleitung D behandeln.

 

Sofern auf dem Samentütchen nicht anders vermerkt, gilt Folgendes: Nehmen Sie die Aussaat nur unter kontrollierten Bedingungen auf steriler Saaterde im Gewächshaus vor. Die Direktsaat im Freiland mag in manchen Fällen möglich sein, wir übernehmen dafür aber keinerlei Garantie. Bedecken Sie die Saat nur mit wenig Erde (etwa 1-fache Samenstärke), Dunkelkeimer ausgenommen.

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